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Hufrehe beim Pferd: Notfall erkennen, Fütterung anpassen

Woran du einen Hufrehe-Notfall erkennst, warum Insulin bei den meisten Fällen eine Rolle spielt und wie Heuwerte, Wässern, Gewicht und Weide in einen tierärztlich begleiteten Fütterungsplan passen.

Ein Pony steht auf einem trockenen Sand-Paddocktrail mit wenig Gras, an einem Pfosten hängt ein engmaschiges Heunetz; im Vordergrund eine Wanne mit eingeweichtem Heu neben einem Eimer.
Erklärende Illustration · Equivora

Die kurze Antwort

Hufrehe ist ein Notfall: Bei Verdacht gehört sofort eine Tierärztin oder ein Tierarzt ans Pferd 1. Die meisten Fälle hängen mit erhöhtem Insulin zusammen, das vor allem durch Zucker, Fruktan und Stärke aus Futter und Weide steigt 2. Die Fütterung setzt deshalb auf NSC-armes Heu, kein Getreide, keine Leckerli, begrenzte Weide und eine ausgeglichene Mineralversorgung, abgestimmt mit der Tierarztpraxis.

Woran erkennst du einen Hufrehe-Notfall?

Akute Hufrehe ist ein medizinischer Notfall, weil sich das Hufbein rasch verlagern kann. Bei Verdacht solltest du sofort die Tierärztin oder den Tierarzt rufen 1. Typisch ist eine Haltung, bei der das Pferd das Gewicht auf die Hinterhand verlagert und die Vorderbeine nach vorn stellt. Dazu kommen oft eine pochende Pulsation der Zehenarterien am Fesselkopf und warme Hufe 3.

Hufrehe kann auch schleichend verlaufen, ohne dass eine Lahmheit sofort auffällt. Die Leitlinie empfiehlt deshalb Röntgenaufnahmen, um Veränderungen im Huf zu erkennen, auch wenn das Pferd nicht lahm geht 2.

  • Das Pferd läuft ungern oder versucht, die betroffenen Hufe zu entlasten 1.
  • Es verlagert das Gewicht auf die Hinterhand und stellt die Vorderbeine nach vorn 3.
  • Die Hufe sind warm, die Pulsation am Fesselkopf ist deutlich spürbar 3.
  • Das Pferd wirkt matt oder frisst schlechter 1.
  • Die Beschwerden treten nach Kolik, Darmentzündung, einer Infektion oder bei einer Stute nach Nachgeburtsverhaltung auf. Auch das sind bekannte Auslöser 1.

Warum spielt Insulin bei Hufrehe so eine große Rolle?

Die insulinassoziierte Hufrehe ist laut Fachgruppe die häufigste Form bei Pferden und Ponys mit über 90 % der Fälle. Der Begriff ersetzt die älteren Bezeichnungen Weiderehe und endokrinopathische Rehe. Sie kann unbemerkt beginnen und wird oft chronisch mit wiederkehrenden Schüben 2. Auch die tierärztliche Fachübersicht nennt endokrine Störungen als wahrscheinlich häufigste Grundursache 3.

Nichtstrukturkohlenhydrate (NSC), also Zucker, Fruktan und Stärke, sind der wichtigste Auslöser der Insulinausschüttung. Eine NSC-reiche Ration gilt unabhängig von der Veranlagung als Risikofaktor für Insulindysregulation und insulinassoziierte Hufrehe 2. Übergewicht verstärkt das Risiko, fehlt aber bei manchen betroffenen Pferden; getestet wird deshalb nicht nur bei dicken Pferden 2.

Andere Formen haben andere Auslöser, etwa zu viel Getreide, schwere Infektionen oder die Überlastung eines Beins bei Verletzung des anderen 3. Auch PPID gehört zu den Risikofaktoren: Bei etwa 30 % der PPID-Pferde liegt eine Insulindysregulation vor, und Pferde über zehn Jahren sollen auf beides getestet werden 2.

Was bedeuten Zucker, Fruktan und Stärke im Heu für ein Rehepferd?

Für Pferde mit Insulindysregulation empfehlen die Leitlinien Heu mit weniger als 10 % NSC 24. NSC ist die Summe aus wasserlöslichen Kohlenhydraten und Stärke. Ein per Differenz berechneter NFC-Wert ist dafür kein Ersatz 2. Im geprüften Laborauftrag enthält das Inhaltsstoffpaket Heu Zucker und Fruktan, Stärke wird zusätzlich beauftragt 5.

Auch ein passendes Heu ist keine Garantie: Manche stark betroffenen Pferde zeigen selbst bei weniger als 10 % NSC eine zu hohe Insulinantwort 2. Ob die Ration zu deinem Pferd passt, zeigt deshalb die tierärztliche Verlaufskontrolle, nicht allein der Laborwert.

Weitere Punkte aus der Leitlinie: Raufutter über Slow-Feeder wie ein engmaschiges Heunetz oder in mehreren kleinen Portionen anbieten, damit keine langen Fresspausen entstehen. Hochwertiges Stroh kann einen Teil des Heus ersetzen, muss aber über mindestens zwei Wochen eingeführt und auf Kotabsatz und Kolikanzeichen geachtet werden 2.

Was bringt Heu wässern – und wo liegen die Grenzen?

Die Leitlinie empfiehlt, Heu mindestens 60 Minuten in kaltem Wasser zu wässern, wenn es mehr als 10 % NSC enthält oder nicht analysiert ist 2. Wie viel Zucker dabei tatsächlich verloren geht, schwankt stark: In einer Studie mit Wässerzeiten bis 16 Stunden bei etwa 8 °C sanken die wasserlöslichen Kohlenhydrate im Mittel um 27 %, in einer Spanne von 6 bis 54 %. Sieben der untersuchten Heus lagen danach noch über 100 g je kg Trockensubstanz 6.

Wässern hat Nebenwirkungen auf die Ration. Mit längerer Dauer sanken Phosphor, Kalium und Magnesium deutlich; nach zwölf Stunden war ein Phosphorausgleich nötig, während 15 bis 60 Minuten in der Studie für ein 500-kg-Pferd in leichter Arbeit zu keinem rechnerischen Mangel führten 7. Bei langem Wässern in warmer Umgebung besteht zudem die Sorge vor Keimwachstum; der EMS-Konsens rät unter warmen Bedingungen zu 1 bis 2 Stunden 4. Bedampfen verändert den Zuckergehalt nicht nennenswert 8.

VerfahrenWas Studien zeigenGrenze
Wässern, lange (bis 16 h, kalt)Wasserlösliche Kohlenhydrate im Mittel −27 %, Spanne 6–54 % 6Ergebnis unvorhersehbar; mehrere Heus blieben über 100 g/kg TS 6
Wässern, kurz (15–60 min)Geringere Mineralverluste als bei langer Wässerung 7Zuckersenkung je Heu unterschiedlich; Analyse bleibt nötig 2
BedampfenVor allem hygienischer Effekt, Zucker kaum verändert 8Kein Ersatz für NSC-armes Heu

Studienergebnisse sind nicht auf jedes Heu übertragbar; die Analyse deiner Charge bleibt die Grundlage.

Wie gehst du mit Übergewicht um, ohne das Pferd hungern zu lassen?

Übergewicht ist nicht dasselbe wie EMS, gilt aber als verstärkender Faktor einer Insulindysregulation 42. Für übergewichtige Pferde mit Insulindysregulation nennt die Leitlinie als Ausgangspunkt einer Gewichtsabnahme NSC-armes Heu in einer Menge von 1,5 % des aktuellen Körpergewichts als Trockensubstanz. Das Gewicht wird alle 30 Tage kontrolliert und die Menge nur bei ausbleibender Abnahme schrittweise bis zu einer Untergrenze gesenkt. Stress soll wegen des Risikos einer Hyperlipämie möglichst vermieden werden 2.

Ein frei gewähltes Rechenbeispiel zur Bezugsbasis, keine Empfehlung für dein Pferd: 1,5 % von 500 kg sind 7,5 kg Trockensubstanz. Hat das Heu 85 % Trockensubstanz, entspricht das knapp 8,8 kg Heu, wie es gefüttert wird 9. Faustregeln, die Prozent vom Körpergewicht ohne Bezugsbasis nennen, sind deshalb ungenau. Lass Menge und Tempo tierärztlich festlegen.

Bewegung hilft bei Übergewicht und Insulinempfindlichkeit, aber nur ohne akute Hufrehe. Nach einer Rehe wird die Belastung erst bei stabilem Huf und mit Beobachtung auf Lahmheit wieder aufgebaut 2. Da Insulinwerte im Winter höher sein können, rät die Leitlinie, gerade dann Überfütterung und NSC-reiche Zusätze zu vermeiden 2.

Wann darf ein Pferd nach Hufrehe wieder auf die Weide?

Zu Beginn empfiehlt die Leitlinie, den Weidegang stark einzuschränken, etwa auf einem kleinen Paddock mit wenig Gras und mit Artgenossen, oder bei schwerer Insulindysregulation ganz darauf zu verzichten 2. Ob und wie viel Weide wieder möglich ist, wird erst entschieden, wenn die Rehe-Anzeichen abgeklungen sind, und zwar auf Basis eines Insulintests nach etwa zwei Stunden Weidegang. Danach folgt eine schrittweise Wiedereinführung mit Fressbremse, Paddocktrail oder ähnlichen Systemen. Tritt erneut Hufrehe auf, wird die Weide gestoppt 2.

Gras ist keine konstante Größe: Sein Zucker- und Eiweißgehalt schwankt mit Temperatur, Sonnenlicht, Niederschlag und Düngung 2. Pferde fressen bei kurzer Weidezeit schneller 10, und die Wirkung einer Fressbremse unterschied sich zwischen zwei Studien stark 1112. Kurze Weidezeiten sind daher kein verlässlicher Schutz.

Wie bleibt die Mineralversorgung bei restriktiver Fütterung gedeckt?

Wer die Heumenge begrenzt oder Heu wässert, verändert auch die Nährstoffzufuhr. Raufutter kann wenig Protein enthalten, und beim Wässern werden Mineralstoffe und Vitamine ausgewaschen. Diese Nährstoffe sollen gezielt ausgeglichen werden 4. Die Leitlinie nennt dafür eine zuckerarme Mineral-, Vitamin- und Proteinergänzung 2.

Mehr ist dabei nicht automatisch besser. Zu Magnesium und Chrom beschreibt der EMS-Konsens einzelne Hinweise auf eine verbesserte Insulinregulation, die andere Studien nicht bestätigt haben 4. Rechne deshalb die Gesamtration aus Heuanalyse, Heumenge und allen Zusätzen gegen den Bedarf, statt ein weiteres Produkt pauschal dazuzugeben 9.

  • Heuanalyse der gefütterten Charge und tägliche Heumenge notieren.
  • Angeben, ob und wie lange gewässert wird.
  • Alle Ergänzungen mit Deklaration und Tagesmenge erfassen.
  • Rechnerische Lücken und mögliche Doppelversorgung mit der Fachperson besprechen.

Das kannst du mitnehmen

  • Akute Hufrehe ist ein tierärztlicher Notfall; warte nicht ab, ob es von allein besser wird 1.
  • Wässern senkt den Zucker im Heu unzuverlässig und wäscht Mineralstoffe aus; eine Heuanalyse ist die bessere Grundlage 67.
  • Eine eingeschränkte Ration braucht einen gezielten Ausgleich von Protein, Mineralstoffen und Vitaminen 4.

Häufige Fragen

Ist Hufrehe ein Notfall?

Ja. Akute Hufrehe gilt als medizinischer Notfall, weil sich das Hufbein rasch verlagern kann. Bei Verdacht solltest du sofort deine Tierärztin oder deinen Tierarzt kontaktieren 1.

Was darf ein Pferd mit Hufrehe fressen?

Für die häufigste, insulinassoziierte Form nennt die Fachleitlinie als Basis Heu mit weniger als 10 % NSC, kein Getreide und keine Leckerli, stark begrenzten oder keinen Weidegang und eine zuckerarme Ergänzung von Mineralstoffen, Vitaminen und Protein 2. Menge und Ablauf legst du mit der Tierarztpraxis fest.

Wie lange muss ich Heu für ein Rehepferd wässern?

Bei insulinassoziierter Hufrehe empfiehlt die Leitlinie mindestens 60 Minuten in kaltem Wasser, wenn das Heu über 10 % NSC hat oder nicht analysiert ist 2. Bei langem Wässern in warmer Umgebung besteht die Sorge vor Keimwachstum 4, und längeres Wässern wäscht mehr Mineralstoffe aus 7.

Wann darf ein Pferd nach Hufrehe wieder auf die Weide?

Laut Leitlinie erst, wenn die Rehe-Anzeichen abgeklungen sind, und auf Basis eines Insulintests nach Weidegang. Der Weidezugang wird dann schrittweise und begrenzt wieder eingeführt, zum Beispiel mit Fressbremse 2.

Quellen & Studien

Die Inhalte basieren auf den unten genannten Referenzen. Sie ersetzen keine individuelle tierärztliche oder fütterungsfachliche Beratung.

Quellenliste anzeigen (12)
  1. Belknap JK (2019, aktualisiert 2024): Disorders of the Foot in Horses – Laminitis. Merck Veterinary Manual (Horse Owners)Halterinformation, geprüft am 30.09.2026: akute Hufrehe ist ein medizinischer Notfall, weil sich das Hufbein rasch verlagern kann; bei Verdacht sofort Tierarzt kontaktieren. Auslöser u. a. zu viel Getreide, üppige Weide (besonders Ponys und übergewichtige Pferde), Infektionen, Nachgeburtsverhaltung, Kolitis, Kolik, Kortikosteroide; Zeichen u. a. Bewegungsunlust, Gewichtsverlagerung, warmer Huf; Prognose vorsichtig.
  2. Bertin FR, Bailey S, Burns T, de Laat M, Durham A, Frank N, Kritchevsky J, Menzies-Gow N (Equine Endocrinology Group, 2024): Recommendations for the Diagnosis and Management of Equine Metabolic Syndrome (EMS) and Insulin Dysregulation. Revised June 2024Tierärztliche Expertenempfehlung, geprüft am 30.09.2026. Tab. 1: HAL ist mit über 90 % die häufigste Hufreheform; NSC = wasserlösliche Kohlenhydrate plus Stärke, NFC-Subtraktionsformeln nicht mehr empfohlen; NSC als Hauptauslöser der Insulinausschüttung. Risikofaktoren: NSC-reiche Ration, Alter, PPID; Übergewicht verstärkend, aber nicht konstant. Tab. 5: Heu < 10 % NSC; zur Gewichtsabnahme 1,5 % der Körpermasse als Trockensubstanz (1,7 % wie gefüttert), Kontrolle alle 30 Tage, Untergrenze 1,2 %; Stress vermeiden wegen Hyperlipämierisiko; Stroh bis ca. 50 % schrittweise; Heu ≥ 60 Min. in kaltem Wasser wässern, wenn NSC > 10 % oder nicht analysiert; Heunetz/kleine Mahlzeiten; zuckerarmer Mineral-/Vitamin-/Proteinausgleich; Weide begrenzen, Wiederaufnahme erst nach abgeklungener Rehe und Insulintest; Weide-NSC schwankt mit Temperatur, Licht, Niederschlag, Düngung; höhere Insulinwerte im Winter; Bewegung nur ohne aktive Hufrehe. FAQ: Insulindysregulation bei etwa 30 % der PPID-Pferde; ab 10 Jahren auf PPID und ID testen. Empfehlung für Tierärzte, keine Halteranleitung.
  3. Beasley B (2024): Laminitis in Horses. Merck Veterinary Manual (Professional Version)Fachübersicht, Stand Juni 2024, geprüft am 30.09.2026: typische Haltung mit Gewichtsverlagerung auf die Hinterhand und vorgestellten Vorderbeinen, pochende Zehenarterien am Fesselkopf, warme Hufe in der akuten Phase; Formen: fütterungs-/sepsisassoziiert, endokrinopathisch (Hyperinsulinämie, EMS, PPID), Belastungsrehe; endokrine Störungen wahrscheinlich häufigste Grundursache. Keine Fütterungsanleitung.
  4. Durham AE et al. (2019): ECEIM consensus statement on equine metabolic syndrome. Journal of Veterinary Internal Medicine 33:335–349Abschnitte 2–3 und 7: Übergewicht ist keine EMS-Diagnose; Rationsanpassung, Monitoring und Bewegung müssen bei Risikopferden tierärztlich begleitet werden. Klinische Restriktionsprotokolle werden nicht als allgemeine Halterempfehlung übernommen.
  5. LUFA Nord-West: Untersuchungsauftrag Pferdefutter 2026/27S. 1: Untersuchungspakete und Preise pro Probe zzgl. MwSt.; S. 2: Untersuchungsumfang, Probenmengen und Versand. Preisstand 2026/27, geprüft am 28.09.2026; kein Equivora-Angebot.
  6. Longland AC, Ince J, Harris PA (2011): Effects of soaking on the water-soluble carbohydrate and crude protein content of hay. Veterinary Record 168(23):618Wässern (bis 16 Std., ~8 °C) senkt wasserlösliche Kohlenhydrate im Mittel um 27 % (Bandbreite 6–54 %, Fruktan ~24 %), Rohprotein bleibt statistisch unverändert
  7. Martinson K, Jung H, Hathaway M, Sheaffer C (2012): The effect of soaking on protein and mineral loss in Orchardgrass and Alfalfa hay. Journal of Equine Veterinary Science 32(12):776–782Wässern (15–60 Min. bzw. 12 Std.) reduziert Kalium (bis 80 %), Phosphor (bis 65 %) und Magnesium (bis 45 %) je nach Dauer/Temperatur; Rohprotein-Effekt uneinheitlich/gering
  8. Moore-Colyer MJS, Lumbis K, Longland A, Harris P (2014): The Effect of Five Different Wetting Treatments on the Nutrient Content and Microbial Concentration in Hay for Horses. PLOS ONE 9(11):e114079Bedampfen verändert Zucker-, Stickstoff- und Mineralstoffgehalte (u. a. Na, Ca, Mg, P, K) nicht signifikant – Effekt ist im Wesentlichen hygienisch (Staub, Keime)
  9. Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL): Gruber Tabelle zur PferdefütterungPraxis-Referenztabelle mit Bedarfs- und Futterwerten auf Basis der GfE-Empfehlungen; Grundlage vieler Rationsberechnungen im deutschsprachigen Raum. Kapitel 9.3, Tab. 39: häufigste Giftpflanzen für Pferde mit Standort, Toxizität und Risikostufe (nach Kamphues et al. 2014)
  10. Glunk EC, Pratt-Phillips SE, Siciliano PD (2013): Effect of Restricted Pasture Access on Pasture Dry Matter Intake Rate, Dietary Energy Intake, and Fecal pH in Horses. Journal of Equine Veterinary ScienceMisst die Weidegras-Aufnahmerate bei 3, 6, 9 und 24 Std. Weidezugang: 1,96 / 1,52 / 1,12 / 0,57 g TS je kg Körpergewicht und Stunde (± 0,207). Pferde fressen bei knapper Zeit deutlich schneller – die Aufnahme steigt daher stark unterproportional zur Weidedauer
  11. Longland AC, Barfoot C, Harris PA (2011): The effect of wearing a grazing muzzle vs not wearing a grazing muzzle on pasture dry matter intake by ponies. Journal of Equine Veterinary Science 31(5–6):282–283Fressbremse senkte die Weideaufnahme von Ponys bei 8–15 cm Aufwuchshöhe um rund 83 %; gemessen über wenige Stunden, ohne Erfassung der Tagesaufnahme oder des Gewichtsverlaufs
  12. Glunk EC, Sheaffer CC, Hathaway MR, Martinson KL (2014): Interaction of Grazing Muzzle Use and Grass Species on Forage Intake of Horses. Journal of Equine Veterinary Science 34(7):930–933Fressbremse senkte die Weideaufnahme bei 15–20 cm Aufwuchshöhe um im Mittel rund 30 % – deutlich weniger als bei Longland et al. (2011). Die Spanne zwischen beiden Studien ist zu groß für einen belastbaren Rechenfaktor