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Magenprobleme beim Pferd: Fütterung prüfen und abklären
Wie du Raufutter, Fresspausen und Mahlzeiten dokumentierst, was Fütterungsmanagement leisten kann und warum wiederkehrende Beschwerden eine tierärztliche Untersuchung brauchen.

Die kurze Antwort
Wiederkehrende Magenbeschwerden gehören tierärztlich abgeklärt. Fressverhalten oder Gewichtsverlust erlauben keine sichere Magengeschwür-Diagnose 1. Für das Fachgespräch kannst du Raufuttermenge, Fresspausen, Stärke je Mahlzeit, Wasserzugang und alle Zusätze dokumentieren. Die Magenleitlinie ordnet diese Faktoren ein; ein Fütterungsprotokoll ersetzt keine Untersuchung 2.
Was ist zuerst abzuklären?
Anhaltende oder wiederkehrende Beschwerden gehören in tierärztliche Hand. Beobachtungen wie verändertes Fressen, Gewichtsverlust oder wiederkehrende Koliksymptome sind unspezifisch und erlauben keine Selbstdiagnose. Eine Rationsanalyse kann sie nicht einem Magengeschwür zuordnen 1.
Wie hängen Kauen und Magenmanagement zusammen?
Der Pferdemagen unterscheidet sich grundlegend vom menschlichen: Er produziert Magensäure kontinuierlich, auch wenn das Pferd gerade nicht frisst. Bei nüchternen jungen Pferden wurde über eine Magenfistel eine basale Sekretion von 278 ± 29 ml je 15 Minuten bei einem pH von 2,00 gemessen 3.
Der wichtigste körpereigene Gegenspieler ist Speichel – und der entsteht nur beim Kauen. Beim Fressen von Raufutter produziert das Pferd 400–480 g Speichel je 100 g aufgenommener Trockensubstanz, bei Kraftfutter nur 206 g je 100 g Trockensubstanz, also gut die Hälfte 4.
Daraus folgt die Kette, um die es in diesem Artikel geht: Kauzeit bestimmt die Speichelmenge, die Speichelmenge bestimmt, wie viel Puffer im Magen ankommt. Heu erfordert dabei etwa die drei- bis vierfache Kauzeit von Kraftfutter 45.
Fresspausen: was belegt ist und was Faustregel
Der einzige sauber belegte Zahlenwert stammt aus einer Querschnittsstudie an 201 Pferden aus 23 dänischen Ställen: Ein Intervall zwischen Raufuttermahlzeiten von mehr als sechs Stunden war signifikant mit Befunden an der drüsenlosen Magenschleimhaut assoziiert 6. Diese Sechs-Stunden-Grenze ist in die europäische Fachleitlinie eingegangen, die empfiehlt, längere Pausen zu vermeiden und Raufutter auf mehrere Portionen zu verteilen 2.
Dabei sind zwei Einschränkungen wichtig. Es handelt sich um eine Assoziation, nicht um einen Kausalnachweis. Und es ist eine Studiengrenze, keine physiologische Schwelle – bei fünf Stunden und fünfzig Minuten passiert nicht plötzlich nichts. In der Praxis kursieren kürzere Faustregeln; belegt ist der Sechs-Stunden-Wert.
Dass langer Futterentzug die Schleimhaut schädigt, ist experimentell gesichert – allerdings mit einem Extremprotokoll: Im Wechsel von 24 Stunden Futterentzug und 24 Stunden Heu ad libitum summierten sich über sieben Tage 84 Stunden ohne Heu, und bei jedem Pferd entstanden Läsionen 7. Das belegt den Mechanismus, nicht die Alltagsschwelle.
Wie viel Raufutter – zwei Antworten
Die europäische Fachleitlinie nennt als Untergrenze mindestens 1,5 kg Raufutter-Trockensubstanz je 100 kg Körpergewicht und Tag 2. Für ein 600-kg-Pferd sind das 9 kg Trockensubstanz, bei 88 % Trockensubstanzgehalt also rund 10 kg Heu.
Die aktuellere Übersichtsarbeit derselben Arbeitsgruppe setzt die Untergrenze höher an: mindestens 2 % des Körpergewichts pro Tag, bevorzugt ad libitum – und empfiehlt, die tatsächliche Aufnahme zu messen statt zu schätzen 8. Für dasselbe Pferd wären das 12 kg Raufutter; ob als Trockensubstanz oder Frischgewicht, gibt die Arbeit nicht an.
Diese beiden Werte unterscheiden sich um ein Drittel, und beide stehen hier bewusst nebeneinander. Wir mitteln sie nicht: Die Leitlinie von 2015 ist die etabliertere Referenz, die Übersicht von 2023 die neuere Einschätzung.
Kraftfutter: zwei Schwellen, zwei Bezugsgrößen
Für Stärke sind zwei Werte belegt, beide aus derselben Studie: Eine Aufnahme von mehr als 2 g je kg Körpergewicht und Tag oder mehr als 1 g je kg Körpergewicht und Mahlzeit war signifikant mit Magenbefunden assoziiert 6. Die Leitlinie übernimmt beide Werte und ergänzt eine praktische Obergrenze von 1–2 kg Kraftfutter je Mahlzeit 2.
Für ein 600-kg-Pferd sind das höchstens 1.200 g Stärke am Tag und 600 g je Mahlzeit. Wie viel Futter das ist, hängt vom Stärkegehalt des jeweiligen Produkts ab – der steht auf der Deklaration und lässt sich nicht pauschal vorrechnen.
Timing und Reihenfolge
Belegt ist, dass Bewegung die Verhältnisse im Magen verändert: Unter Belastung steigt der Druck im Bauchraum, der Mageninhalt wird komprimiert, und der pH im oberen, drüsenlosen Magenabschnitt sinkt 10. Das ist der Mechanismus hinter der verbreiteten Empfehlung, Pferde nicht mit leerem Magen zu arbeiten.
Die daraus abgeleiteten Dosierungen sind allerdings Praxiskonvention, nicht Studienergebnis. Für konkrete Mengen und Zeitfenster vor der Arbeit gibt es keine kontrollierte Untersuchung am Pferd – ebenso wenig für die Reihenfolge „erst Raufutter, dann Kraftfutter“. Beides ist physiologisch plausibel und in der Praxis etabliert; als belegte Wirkung sollte man es nicht verkaufen.
Belegt ist dagegen der Hebel dahinter: die Zahl der Mahlzeiten und ihre Verteilung 26. Weidegang gilt als günstig, wobei die Leitlinie ausdrücklich auf eine uneinheitliche Studienlage hinweist – auch in einer freilebenden Herde lagen die Befunde an der drüsenlosen Schleimhaut bei rund 61 % 28.
Was sonst noch zählt – und wie gut es belegt ist
Der ehrlichste Satz zu dieser Tabelle: Die beiden Schleimhauttypen im Pferdemagen haben unterschiedliche Risikoprofile. Fütterung ist vor allem für die drüsenlose Schleimhaut belegt; bei der Drüsenschleimhaut dominieren Management- und Belastungsfaktoren – in der Untersuchung von 2019 fanden sich zwischen erkrankten und nicht erkrankten Pferden gar keine signifikanten Fütterungsunterschiede 118. Gutes Fütterungsmanagement ist die Stellschraube, die du in der Hand hast. Eine Garantie ist es nicht.
| Faktor | Was belegt ist | Evidenzniveau |
|---|---|---|
| Wasserzugang | Fehlender Wasserzugang im Auslauf war ein signifikanter Risikofaktor 6 | Querschnittsstudie |
| Trainingsumfang | Training an mindestens 5 Tagen pro Woche war mit Erkrankung der Drüsenschleimhaut assoziiert (OR 10,4) 11 | kleine Fallzahl, sehr weites Konfidenzintervall |
| Stereotypien | Häufigere Erkrankung der drüsenlosen Schleimhaut (OR 5,0) 11 | Richtung der Kausalität offen |
| Betreuerwechsel | Die betreuende Person war ein signifikanter Faktor für die Drüsenschleimhaut 11 | qualitativ |
| Boxenhaltung, Isolation, Transport | Werden in der Übersicht als Risikofaktoren genannt 8 | qualitativ, keine belastbaren Zahlen |
Managementfaktoren mit ihrem jeweiligen Evidenzniveau. Alle genannten Studien zeigen Assoziationen, keine Kausalität.
Ergänzungsfutter: was die Studien hergeben
Die Autoren der aktuellen Übersichtsarbeit ziehen Managementänderungen Nutrazeutika ausdrücklich vor – auch weil viele Studien gleichzeitige Fütterungs- und Managementänderungen nicht kontrollieren und beobachtete Effekte deshalb nicht sauber dem Produkt zuzurechnen sind 8.
Zu Luzerne, die häufig als Magenpuffer beworben wird, liegen gegenläufige Befunde vor: Bei erwachsenen Pferden war der Magen-pH nach einer Luzerneheu-Ration in den ersten sechs Stunden höher und die Befunde an der drüsenlosen Schleimhaut geringer als bei reinem Wiesenrispenheu 12. Bei Absetzern dagegen waren die Werte am Magenausgang nach grob strukturiertem Luzernehäcksel höher als nach Luzernepellets; diskutiert wird eine mechanische Reizung 13. Unterschiedliche Altersgruppen, unterschiedliche Partikelgrößen – daraus lässt sich keine allgemeine Empfehlung ableiten.
Was Lebendhefe wirklich betrifft
Lebendhefe wird oft im selben Atemzug genannt, betrifft aber einen anderen Darmabschnitt: Saccharomyces cerevisiae begrenzt pH-Einbrüche und Laktat-Anhäufung im Blinddarm unter stärkereicher Fütterung 16. Das ist eine Aussage über den Dickdarm, nicht über den Magen – die beiden gehören nicht in denselben Absatz, auch wenn Produkte sie gern zusammenfassen.
Wie prüfst du eine Vermutung über zu viel Eiweiß?
Die Proteinzufuhr ist eine eigene Rationsfrage. Die hier genannte Aminosäureübersicht behandelt Bedarf, Verdaulichkeit und Überschüsse, liefert aber keine Grundlage, aus einer Eiweißvermutung einen Magenbefund abzuleiten 17. Lass die Versorgung aus Mengen und Analysewerten prüfen und die Beschwerden unabhängig davon untersuchen 1.
Welche Unterlagen helfen beim Fachgespräch?
- Wie viel Raufutter wird angeboten und tatsächlich aufgenommen?
- Wann entstehen Fresspausen über den Tages- und Nachtverlauf?
- Welche Kraftfuttermengen und Stärkewerte sind dokumentiert?
- Welche Mineral-, Hefe- und weiteren Ergänzungen werden gegeben?
- Welche Befunde, Medikamente und Änderungen der Haltung sind bekannt?
Was kann die tierärztliche Untersuchung klären?
Magenbefunde sind eine tierärztliche Diagnose. Am lebenden Pferd lassen sie sich nur gastroskopisch sichern; klinische Zeichen reichen dafür nicht aus 21. Selbst die Gastroskopie hat Grenzen – zwischen sichtbarem Befund und feingeweblichem Ergebnis besteht bei der Drüsenschleimhaut nur eine schwache Übereinstimmung 8. Das spricht erst recht gegen jede Selbsteinschätzung.
Beobachtungen wie wiederkehrende Koliksymptome, Zähneknirschen, vermehrtes Speicheln, verändertes Fressverhalten, Gewichtsverlust, Leistungsabfall, Empfindlichkeit im Gurtbereich oder Verhaltensänderungen unter dem Sattel sind unspezifisch. Sie erlauben keine Diagnose – sie sind ein Anlass, die Tierärztin einzubeziehen 21.
Das kannst du mitnehmen
Häufige Fragen
Welches Futter soll ich bei Magenproblemen geben?
Ohne Untersuchung und vollständige Rationsdaten gibt es keinen individuellen Futterrat. Dokumentiere Grundfutter, Pausen, Mahlzeiten und Zusätze und besprich den Plan tierärztlich. Die Leitlinie gibt Managementorientierung, keine universelle Produktempfehlung 2.
Sind Magenprobleme ein Zeichen von zu viel Eiweiß?
Diese Schlussfolgerung wird aus den hier genannten Proteinquellen nicht abgeleitet. Prüfe Proteinversorgung und Beschwerden getrennt: Magenzeichen sind unspezifisch und benötigen tierärztliche Einordnung 171.
Beweist eine Besserung nach Futterwechsel ein Magengeschwür?
Nein. Eine zeitliche Veränderung ist kein eindeutiger Diagnosenachweis. Die Fachinformation beschreibt die Gastroskopie als definitive Untersuchungsmethode; die Wahl und Interpretation der Diagnostik liegt bei der Tierärztin oder dem Tierarzt 1.
Quellen & Studien
Die Inhalte basieren auf den unten genannten Referenzen. Sie ersetzen keine individuelle tierärztliche oder fütterungsfachliche Beratung.
Quellenliste anzeigen (18)
- Merck Veterinary Manual: Gastric Ulcers in HorsesTierärztliches Standardnachschlagewerk: die sichere Diagnose erfordert eine gastroskopische Darstellung am nüchternen Magen, klinische Zeichen allein genügen nicht
- Sykes BW, Hewetson M, Hepburn RJ, Luthersson N, Tamzali Y (2015): European College of Equine Internal Medicine Consensus Statement – Equine Gastric Ulcer Syndrome in Adult Horses. Journal of Veterinary Internal Medicine 29(5):1288–1299Europäische Fachleitlinie: Untergrenze 1,5 kg Raufutter-Trockensubstanz je 100 kg Körpergewicht und Tag, Fresspausen über 6 Stunden vermeiden, Stärke unter 2 g/kg KM/Tag und unter 1 g/kg KM/Mahlzeit; Gastroskopie als einzige verlässliche Diagnose am lebenden Pferd; Wirkdauer oraler Antazida ≤ 2 Stunden
- Campbell-Thompson ML, Merritt AM (1990): Basal and pentagastrin-stimulated gastric secretion in young horses. American Journal of Physiology 259(6 Pt 2):R1259–R1266Messung der basalen Magensaftsekretion bei nüchternen jungen Pferden über eine Magenfistel: 278 ± 29 ml je 15 Minuten bei einem pH von 2,00 ± 0,31. Beleg für die kontinuierliche Säuresekretion; die häufig zitierte Angabe von 1,5 Litern pro Stunde ist damit nicht gedeckt
- Meyer H, Coenen M, Gurer C (1985): Investigations of saliva production and chewing in horses fed various feeds. Proceedings of the 9th Equine Nutrition and Physiology Symposium, East Lansing (MI), S. 38–41Klassische Messung der Speichelbildung: bei Raufutter 400–480 g Speichel je 100 g aufgenommener Trockensubstanz (4,0–4,8 Liter je kg TS), bei Kraftfutter 206 g je 100 g TS (rund 2,1 Liter je kg TS). Bezugsgröße ist die Trockensubstanz, nicht die Frischmasse
- Agroscope (2017): Was leisten Ergänzungsfuttermittel für die Kautätigkeit von Pferden? Agrarforschung SchweizVergleich der Kauschläge und Kauzeit von Heu gegenüber Ergänzungs- und Kraftfutter
- Luthersson N, Nielsen KH, Harris P, Parkin TDH (2009): Risk factors associated with equine gastric ulceration syndrome (EGUS) in 201 horses in Denmark. Equine Veterinary Journal 41(7):625–630Querschnittsstudie an 201 Pferden aus 23 dänischen Ställen. Signifikante Risikofaktoren: Stroh als einziges Raufutter, Stärkeaufnahme über 2 g/kg KM/Tag bzw. über 1 g/kg KM/Mahlzeit, fehlender Wasserzugang im Auslauf; für die drüsenlose Schleimhaut zusätzlich ein Fütterungsintervall über 6 Stunden. Assoziationen, keine Kausalnachweise
- Murray MJ, Eichorn ES (1996): Effects of intermittent feed deprivation, intermittent feed deprivation with ranitidine administration, and stall confinement with ad libitum access to hay on gastric ulceration in horses. American Journal of Veterinary Research 57(11):1599–1603Induktionsmodell: im Wechsel 24 Stunden Futterentzug und 24 Stunden Heu ad libitum, über 7 Tage summiert 84 Stunden ohne Heu. Bei jedem Pferd entstanden Erosionen und Ulzera der drüsenlosen Schleimhaut. Extremprotokoll – belegt den Mechanismus, nicht eine Alltagsschwelle
- Vokes J, Lovett A, Sykes B (2023): Equine Gastric Ulcer Syndrome – An Update on Current Knowledge. Animals 13(7):1261Übersichtsarbeit: empfiehlt mindestens 2 % des Körpergewichts pro Tag an gutem Raufutter (Trockensubstanz) und damit mehr als die Leitlinie von 2015; trennt die Risikoprofile von drüsenloser und drüsenhaltiger Schleimhaut; ordnet Nutrazeutika als schwach belegt ein und stellt Managementänderungen davor. Referiert außerdem die stark nutzungsabhängigen Prävalenzen – für eine freilebende Herde in Großbritannien rund 61 % Befunde an der drüsenlosen Schleimhaut, für Universitätspferde 11 %
- Coenen M, Vervuert I (2020): Pferdefütterung. Begründet von H. Meyer. 6., aktualisierte Aufl., Georg Thieme Verlag, Stuttgart. ISBN 978-3-13-241778-6Standardreferenzwerk der Pferdeernährung im deutschsprachigen Raum; Tab. 4.17 Mineralstoffempfehlungen (Versorgungsempfehlung und Minimalbedarf), Tab. 4.18 abgeleitete Schweißmengen je Arbeitsstufe und Gewichtsklasse, Tab. 4.19 Elektrolyt-Leistungsbedarf je Schweißmenge (zusätzlich zum Erhaltungsbedarf)
- Lorenzo-Figueras M, Merritt AM (2002): Effects of exercise on gastric volume and pH in the proximal portion of the stomach of horses. American Journal of Veterinary Research 63(11):1481–1487Belastung erhöht den intragastrischen Druck und senkt den pH im proximalen, drüsenlosen Magenabschnitt – mechanistische Grundlage der Empfehlung, Pferde nicht auf leeren Magen zu arbeiten
- Sykes BW, Bowen M, Habershon-Butcher JL, Green M, Hallowell GD (2019): Management factors and clinical implications of glandular and squamous gastric disease in horses. Journal of Veterinary Internal Medicine 33(1):233–240Querschnittsstudie zu Managementfaktoren: Training an mindestens 5 Tagen pro Woche war mit Erkrankung der Drüsenschleimhaut assoziiert (OR 10,4; 95 % KI 1,34–26,9), Stereotypien mit Erkrankung der drüsenlosen Schleimhaut (OR 5,0; 95 % KI 1,6–15,9). Zwischen erkrankten und nicht erkrankten Pferden fanden sich keine signifikanten Fütterungsunterschiede
- Nadeau JA, Andrews FM, Mathew AG, et al. (2000): Evaluation of diet as a cause of gastric ulcers in horses. American Journal of Veterinary Research 61(7):784–790Ration aus Luzerneheu plus Kraftfutter: höherer Magen-pH in den ersten 6 Stunden nach der Fütterung sowie weniger und weniger schwere Läsionen der drüsenlosen Schleimhaut als bei reinem Wiesenrispenheu. Erwachsene Pferde
- Vondran S, Venner M, Vervuert I (2016): Effects of two alfalfa preparations with different particle sizes on the gastric mucosa in weanlings – alfalfa chaff versus alfalfa pellets. BMC Veterinary Research 12:110Gegenbefund zu Luzerne als Magenpuffer: bei Absetzern höhere Ulkusscores am Pylorus nach grob strukturiertem Luzernehäcksel als nach Luzernepellets mit kleinerer Partikelgröße; diskutiert wird eine mechanische Reizung. Absetzer, nicht erwachsene Pferde
- Sanz MG, Viljoen A, Saulez MN, Olorunju S, Andrews FM (2014): Efficacy of a pectin-lecithin complex for treatment and prevention of gastric ulcers in horses. Veterinary Record 175(6):147Verblindete Crossover-Studie an 10 Stuten (5 behandelt, 5 Kontrolle): fünf Wochen Fütterung eines handelsüblichen Pektin-Lecithin-Komplexes verhinderte oder verringerte im anschließenden Futterentzugsmodell das Risiko von Läsionen der drüsenlosen Schleimhaut nicht
- Huff NK, Auer AD, Garza F Jr, et al. (2012): Effect of sea buckthorn berries and pulp in a liquid emulsion on gastric ulcer scores and gastric juice pH in horses. Journal of Veterinary Internal Medicine 26(5):1186–1191Studie an 8 Pferden in Boxenhaltung: kein Effekt auf Läsionen der drüsenlosen Schleimhaut, Hinweis auf einen Vorteil bei der Drüsenschleimhaut. Sehr kleine Fallzahl; zwei frühere Untersuchungen zeigten keinen Effekt
- Medina B, Girard ID, Jacotot E, Julliand V (2002): Effect of a preparation of Saccharomyces cerevisiae on microbial profiles and fermentation patterns in the large intestine of horses fed a high fiber or a high starch diet. Journal of Animal Science 80(10):2600–2609Lebendhefe limitiert pH-Einbrüche und Laktat-Akkumulation im Caecum unter stärkereicher Diät
- Mok CH, Urschel KL (2020): Amino acid requirements in horses (Invited Review). Asian-Australasian Journal of Animal Sciences 33(5):679–695Übersicht zum Aminosäurebedarf: quantitativ etabliert ist beim Pferd im Wesentlichen nur Lysin; für Methionin/Threonin liegen keine belastbaren Bedarfszahlen vor
- Verordnung (EG) Nr. 767/2009Inverkehrbringen und Verwendung von Futtermitteln, Kennzeichnung und Claims; Begriffe Alleinfuttermittel (Art. 3 Abs. 2 Buchst. i) und Ergänzungsfuttermittel (Buchst. j), Gehalt an Futtermittelzusatzstoffen (Art. 8), Fütterungshinweise (Anhang II Nr. 4). Link auf die aktuelle EUR-Lex-Konsolidierung (Stand 26.12.2018).