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Fiktiver Beispiel-Fall

Beispielbericht: Rationsanalyse

Ein fiktives Pferd, eine festgelegte Tagesration: So sieht die erste Schätzung aus.

Synthetischer Fall, Heugehalte aus Tabellenprofil, keine Laboranalyse. Die Rationsschätzung ist fachlich zu validieren und keine freigegebene Rezeptur. Alle Angaben sind gesetzte Szenariowerte, keine Messungen an einem echten Pferd.

Der Fall im Überblick

Beispielpferd · 520 kg · 12 Jahre · Warmblut

Erhaltung · 9 kg Wiesenheu pro Tag · keine weiteren Futtermittel, kein Leckstein, keine Weide

Öffentliches Rechenbeispiel

Beispielpferd: Ausgangsration

Schätzung der festgelegten Beispielration; fachlich zu validieren. Keine Zielration oder freigegebene Rezeptur.

Einordnung der erfassten Futtermittel gegenüber dem Modellbedarf; nicht erfasste Futtermittel sind darin nicht enthalten.

  • Deutlich erhöht: Calcium, Phosphor, Kalium und 1 weitere.
  • Zu niedrig: Energie (ME), Natrium, Zink und 3 weitere.
  • Leicht erhöht: Magnesium, Chlorid.
  • Im Zielbereich: Verdauliches Rohprotein (dvRP), Mangan, Lysin und 2 weitere.
  • Unbekannt: Vitamin E, Vitamin A, Vitamin D. Fehlende Daten bedeuten keinen nachgewiesenen Mangel.
  • Vitamin E, Vitamin A, Vitamin D: Gehalt für Heu fehlt.

100 % = Modellbedarf, keine Toxizitätsgrenze. Skala 0–200 %.

Energie (ME)

AusgangsrationZu niedrig · 83 %

46,8 MJ

Geschätzt

Verdauliches Rohprotein (dvRP)

AusgangsrationIm Zielbereich · 107 %

351 g

Geschätzt

Calcium

AusgangsrationDeutlich erhöht · 226 % · über Skala

40,5 g

Geschätzt

Phosphor

AusgangsrationDeutlich erhöht · 161 %

19,8 g

Geschätzt

Magnesium

AusgangsrationLeicht erhöht · 135 %

14,4 g

Geschätzt

Natrium

AusgangsrationZu niedrig · 7 %

1,35 g

Geschätzt

Unter BedarfIm ZielbereichLeicht erhöhtDeutlich erhöht
Werte als Tabelle ansehen
Tageszufuhr im angezeigten Umfang; unbekannte Beiträge bleiben offen.
NährstoffModellbedarfAusgangsrationDatenlage
Energie (ME) (MJ)56,646,8 MJZu niedrig · Geschätzt
Verdauliches Rohprotein (dvRP) (g)327351 gIm Zielbereich · Geschätzt
Calcium (g)17,940,5 gDeutlich erhöht · Geschätzt
Phosphor (g)12,319,8 gDeutlich erhöht · Geschätzt
Magnesium (g)10,714,4 gLeicht erhöht · Geschätzt
Natrium (g)20,41,35 gZu niedrig · Geschätzt
Chlorid (g)25,654 gLeicht erhöht · Geschätzt
Kalium (g)22,1162 gDeutlich erhöht · Geschätzt
Zink (mg)436225 mgZu niedrig · Geschätzt
Kupfer (mg)10936 mgZu niedrig · Geschätzt
Mangan (mg)436495 mgIm Zielbereich · Geschätzt
Eisen (mg)4361.620 mgDeutlich erhöht · Geschätzt
Jod (mg)1,60,45 mgZu niedrig · Geschätzt
Selen (mg)1,10,27 mgZu niedrig · Geschätzt
Lysin (g)13,613,5 gIm Zielbereich · Geschätzt
pcvMethionin + Cystin (g)9,49 gIm Zielbereich · Geschätzt
Threonin (g)16,914,4 gIm Zielbereich · Geschätzt
Vitamin E (IU)544UnbekanntUnbekannt

Keine verwendbare Zufuhr bekannt.

Vitamin E: Gehalt für Heu fehlt.

Fehlende Daten bedeuten keinen nachgewiesenen Mangel.

Vitamin A (IE)16.334UnbekanntUnbekannt

Keine verwendbare Zufuhr bekannt.

Vitamin A: Gehalt für Heu fehlt.

Fehlende Daten bedeuten keinen nachgewiesenen Mangel.

Bilanzwert – keine automatische Ergänzung.

Vitamin D (IE)3.267UnbekanntUnbekannt

Keine verwendbare Zufuhr bekannt.

Vitamin D: Gehalt für Heu fehlt.

Fehlende Daten bedeuten keinen nachgewiesenen Mangel.

Bilanzwert – keine automatische Ergänzung.

Annahmen, Methodik und Quellen

Gehalte stammen aus Tabellen, Deklarationen oder von dir bestätigten Laborwerten. Teilbeiträge sind keine vollständige Deckungsbehauptung; fehlende Werte bleiben offen.

  • Raufuttergehalte aus ausgewählten Tabellenprofilen; unbestätigte Laborvorschläge werden nicht eingerechnet.
  • Bekannte Katalogprodukte mit eingegebenen Tagesmengen. Nicht deklarierte Gehalte bleiben unvollständig.
  • Es wird kein Mineralleckstein eingerechnet.

engine@2.24.0 · MODELL_V2

Die ersten sechs Werte sind für die Übersicht ausgewählt. Alle Werte beruhen auf denselben erfassten Angaben und Modellannahmen.

Quellen

Die Inhalte basieren auf den unten genannten Referenzen. Sie ersetzen keine individuelle tierärztliche oder fütterungsfachliche Beratung.

Quellenliste anzeigen (16)
  1. Kienzle, Pankratz & Zeyner (2023) – Kompendium zur Rationsberechnung für PferdeAutorengemeinschaft Pferdewissen (Kienzle/Pankratz, LMU München; Zeyner, Univ. Halle-Wittenberg); Eigenverlag Oberschleißheim, ISBN 978-3-00-075668-9. Kein Link – Eigenverlag, nicht frei zugänglich.
  2. GfE (2014) – Empfehlungen zur Energie- und Nährstoffversorgung von PferdenFachreferenz im deutschsprachigen Raum (Gesellschaft für Ernährungsphysiologie), Ausschuss für Bedarfsnormen
  3. NRC – Nutrient Requirements of Horses, 6th ed.Internationale Referenz für Nährstoffbedarfe von Pferden (National Research Council)
  4. Weender Futtermittelanalyse (Weender Analysensystem)Standardverfahren zur Bestimmung von Rohnährstoffen (Rohprotein, Rohfaser, Rohfett, Rohasche) als Basis von Futter- und Heuanalysen
  5. Maier I, Kienzle E (2024): A Meta-Analysis on Quantitative Calcium, Phosphorus and Magnesium Metabolism in Horses and Ponies. Animals 14(19):2765 (LMU München)Meta-Analyse: Schweißverluste von Ca, P und Mg sind so gering, dass kein zusätzlicher arbeitsbedingter Bedarf angesetzt wird. Zum Mg rechnet sie den Ersatz endogener Kotverluste und trennt nach Gewicht (Pferde > 300 kg: 37, Ponys < 300 kg: 11 mg/kg metabolische Körpermasse; ein zeitweise schwereres Pony blieb der Ponygruppe zugeordnet); die Vergleichsfaktoren (Pferde rund 1,9×, Ponys rund ½) beziehen sich auf Kienzle & Burger (20 mg/kg), nicht auf die GfE
  6. Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL): Gruber Tabelle zur PferdefütterungPraxis-Referenztabelle mit Bedarfs- und Futterwerten auf Basis der GfE-Empfehlungen; Grundlage vieler Rationsberechnungen im deutschsprachigen Raum. Kapitel 9.3, Tab. 39: häufigste Giftpflanzen für Pferde mit Standort, Toxizität und Risikostufe (nach Kamphues et al. 2014)
  7. Coenen M, Vervuert I (2020): Pferdefütterung. Begründet von H. Meyer. 6., aktualisierte Aufl., Georg Thieme Verlag, Stuttgart. ISBN 978-3-13-241778-6Standardreferenzwerk der Pferdeernährung im deutschsprachigen Raum; Tab. 4.17 Mineralstoffempfehlungen (Versorgungsempfehlung und Minimalbedarf), Tab. 4.18 abgeleitete Schweißmengen je Arbeitsstufe und Gewichtsklasse, Tab. 4.19 Elektrolyt-Leistungsbedarf je Schweißmenge (zusätzlich zum Erhaltungsbedarf)
  8. Verein Futtermitteltest (VFT) e.V.: Neuerungen zum Mineralstoff- und Vitaminbedarf und zur Versorgung in der Pferdefütterung (Merkblatt MB 287)Zusammenfassung der GfE-2014-Änderungen; enthält den Mineralstoffbedarf je Arbeitsstufe (600 kg) nach Coenen/Vervuert 6. Aufl. und GfE 2014, die Schweiß-Elektrolytverluste (3,1 g Na und 5,5 g Cl je Liter) sowie die GfE-2014-Vitaminversorgung je Tag (600-kg-Warmblut: Vitamin E 610–1.220 mg Erhaltung, 1.220–2.420 mg Arbeit) und den Hinweis, dass Grundfutter v. a. nach längerer Lagerung nur geringe Vitamingehalte aufweist. Sekundärquelle; Primärwerke sind gesondert im Quellenverzeichnis hinterlegt.
  9. Merck Veterinary Manual: Nutritional Diseases of Horses (Eisen)Eisenmangel ist bei erwachsenen Pferden selten; Raufutter liefert praktisch immer reichlich Eisen, eine Ergänzung ist nur bei konkreter Indikation angezeigt
  10. Durchführungsverordnung (EU) 2015/861Zulassung von Kaliumiodid, wasserfreiem Calciumiodat und umhülltem Calciumiodat-Granulat (Kennnummern 3b201 bis 3b203); Gesamt-Höchstgehalt Jod für Equiden 4 mg/kg Alleinfutter (12 % Feuchte). Der Anhang nennt unter den sonstigen Bestimmungen zusätzlich einen empfohlenen Höchstgehalt von 3 mg/kg (nicht der verbindliche Wert). Zulassungsende laut Anhang 24.06.2025; Erneuerungsverfahren siehe EFSA-Gutachten. Laut EU-Register der Futtermittelzusatzstoffe (Stand 15.10.2026) ist ein Erneuerungsantrag nach Art. 14 VO (EG) 1831/2003 gestellt; die Zulassung gilt fort.
  11. Verordnung (EG) Nr. 1831/2003Futtermittelzusatzstoffe – Zulassung und Verwendung; „tägliche Ration“ auf 12 % Feuchte bezogen (Art. 2 Abs. 2 Buchst. f), Verlängerung der Zulassung und automatische Fortgeltung (Art. 14 Abs. 4), allgemeine Verwendungsbedingungen (Anhang IV: natürliche plus zugesetzte Menge, Ergänzungsfuttermittel wie angegeben verdünnt höchstens mit dem Gehalt für Alleinfuttermittel). Link auf die aktuelle EUR-Lex-Konsolidierung (Stand 27.03.2021).
  12. Merck Veterinary Manual: Nutritional Requirements of Horses and Other EquidsWiedergabe der NRC-Empfehlungen: Wasserbedarf 5 Liter je 100 kg Körpermasse und Tag in Erhaltung, Schweißverluste rund 3,1 g Natrium, 5,3 g Chlorid und 1,6 g Kalium je Liter, Salzempfehlung 1,6–1,8 g je kg Futtertrockenmasse bei maximal 6 % der Ration; ab 50 % Raufutteranteil ist Kalium ausreichend gedeckt. Deckt außerdem den Selenbedarf ab (0,1 mg/kg Futtertrockenmasse bzw. mindestens 1 mg/Tag beim 500-kg-Pferd, Selen als Bestandteil der Glutathionperoxidase gemeinsam mit Vitamin E) sowie die starke standortabhängige Streuung des Grundfutter-Selens (Grasfutter im Mittel 0,194 ppm, Spanne 0–1,2 ppm); einzelne Regionen sind ausgeprägt selenarm und können Ergänzungsbedarf haben. Nennt zudem den Jodbedarf (0,35 mg/kg Futtertrockenmasse, hochtragende Stuten 0,4), die Jodvergiftung tragender Stuten schon ab rund 40 mg/Tag, dokumentierte Kropffälle bei Stuten und ihren Fohlen im Zusammenhang mit großen Mengen getrockneter Seealge (Kelp), dass jodiertes Salz den Bedarf leicht deckt und dass außer in stark jodarmen Regionen eine Jod-Ergänzung meist nicht nötig ist
  13. Durchführungsverordnung (EU) 2023/341: Vitamin-E-Zusatzstoffe für alle TierartenPrimärquelle zur Zulassung und Kennzeichnung von Vitamin-E-Zusatzstoffen. Nennt für 3a700 (all-rac-alpha-Tocopherylacetat) 1 mg = 1 I.E., für RRR-alpha-Tocopherol 1 mg = 1,49 I.E. und für RRR-alpha-Tocopherylacetat 1 mg = 1,36 I.E.
  14. EFSA Journal (2010) 8(6):1635: Vitamin E as a feed additive for all animal speciesEFSA-Bewertung von Vitamin E als Futtermittelzusatzstoff. Aus den verfügbaren Hypervitaminose-Daten lässt sich kein belastbarer maximaler Futtergehalt ableiten; die Quelle ersetzt keinen equinen toxikologischen Höchstwert.
  15. Mok CH, Urschel KL (2020): Amino acid requirements in horses (Invited Review). Asian-Australasian Journal of Animal Sciences 33(5):679–695Übersicht zum Aminosäurebedarf: quantitativ etabliert ist beim Pferd im Wesentlichen nur Lysin; für Methionin/Threonin liegen keine belastbaren Bedarfszahlen vor
  16. Sykes BW, Hewetson M, Hepburn RJ, Luthersson N, Tamzali Y (2015): European College of Equine Internal Medicine Consensus Statement – Equine Gastric Ulcer Syndrome in Adult Horses. Journal of Veterinary Internal Medicine 29(5):1288–1299Europäische Fachleitlinie: Untergrenze 1,5 kg Raufutter-Trockensubstanz je 100 kg Körpergewicht und Tag, Fresspausen über 6 Stunden vermeiden, Stärke unter 2 g/kg KM/Tag und unter 1 g/kg KM/Mahlzeit; Gastroskopie als einzige verlässliche Diagnose am lebenden Pferd; Wirkdauer oraler Antazida ≤ 2 Stunden
Alle 22 Eingaben und Sicherheitsantworten

Festgelegte Angaben des fiktiven Falls. Auch die als „Gewogen“ gesetzte Herkunft von Gewicht und Heumenge ist eine Annahme dieses Szenarios.

Fall
heu-beispiel-1, Fassung 1
Pferd
Beispielpferd
Gewicht
520 kg, Gewogen
Alter und Lebensphase
12 Jahre, Erwachsen
Typ
Warmblut / Reitpferd
Futterverwertung
Durchschnittlich
Arbeit
Kein oder kaum Training (Erhaltung)
Raufutter
Wiesenheu, 1. Schnitt (spätreif), 9 kg pro Tag, Gewogen
Heubehandlung
Weder noch. Heu wird trocken gefüttert.
Heugehalte
Tabellenprofil wiesenheu-1, keine Laboranalyse
Weide
Keine
Stroh
Keines
Mineralfutter
Keines
Weitere Futtermittel
Keine
Mineralleckstein
Keiner
Hufrehe, EMS oder Insulindysregulation bekannt?
Nein
PPID / Cushing diagnostiziert?
Nein
Besteht ein tierärztlicher Verdacht auf ein Magengeschwür oder wurde eines diagnostiziert?
Nein
Erhält dein Pferd aktuell Medikamente, auch vorübergehend?
Nein
Leber- oder Nierenerkrankung bekannt?
Nein
Tragende oder laktierende Stute?
Nein
Fohlen oder Jungpferd unter 2 Jahren?
Nein

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